Unser Konzept: Theater trifft Erlebnispädagogik

Unsere Herangehensweise an das Theater basiert auf auf den Schauspieltechniken des Theaters von K.S. Stanislawski, m.a. Čechov, David Mamet, dem Improtheater von Keith Johnstone und Radim Vlcek u.a.
Unser Unterrichtsansatz verbindet sich mit dem Konzept der Erlebnispädagogik, die auf den Theorien von Jean-Jaques Rousseau, Henry David Thoureau, John Dewey und der pädagogischen Umsetzung dieser von Kurt Hahn beruht.
Erlebnispädagogik findet oft in der Natur statt, aber auch im städtischen Raum, im Zirkus und im Theater.
In einer Zeit, die von digitalem Konsum und Leistungsdruck geprägt ist, bietet die Erlebnispädagogik einen wertvollen Ausgleich. Hier stehen neue Erfahrungen und zwischenmenschliche Begegnungen im Mittelpunkt. Kinder und Jugendliche bekommen die Chance, ganzheitlich ihre Stärken zu entdecken, sich auszudrücken, kooperative Gemeinschaft zu erleben, Eigeninitiative und Selbstvertrauen zu entwickeln sowie Grenzen zu setzen. Dabei steht immer die Freiwilligkeit im Vordergrund, da Lernen nicht erzwungen werden kann.
Georgia hat im Januar 2025 den Zertifikatsstudiengang Erlebnispädagogik der Universiät Augsburg abgeschlossen, der ihre langjährigen praktischen Erfahrungen in der Theater- und Filmarbeit mit Kindern und Jugendlichen mit neuen theoretischen Erkenntnissen bereichert hat.
1. Was ist Erlebnispädagogik?
Erlebnispädagogik ist ein handlungsorientiertes Konzept, das den Lernprozess durch praktische Erfahrungen in den Vordergrund stellt. Emotionale Erlebnisse, die zu Erfahrungen werden und damit den persönlichen Horizont erweitern, gemeinsames Handeln in der Gruppe und Reflexion stehen im Mittelpunkt. dabei darf jede:r selbst entscheiden, wieweit und in welchem Tempo er oder sie aus der eigenen Komfortzone in die Lernzone hinausgeht. niemand muss etwas tun, jede:r darf die Grenzen selbst stecken und wird dafür respektiert. Die neuen Erfahrungen werden durch Reflexion auf den Alltag übertragen.
Im Handlungsfeld Theater arbeitet die Erlebnispädagogik mit
-
Improvisation statt starrer Vorgaben: Die Kinder entwickeln eigene Szenen und reagieren spontan auf neue Situationen.
-
Selbstentdeckung durch Rollenspiele: Sie schlüpfen in verschiedene Rollen und lernen dadurch unterschiedliche Perspektiven kennen.
-
Teambildung und Vertrauen: Viele Übungen erfordern kooperative Zusammenarbeit und stärken das Gemeinschaftsgefühl.
-
spielerische Konflikt- und Problemlösung im Miteinander
2. Erlebnispädagogik in unseren Schauspielkursen
Unsere Schauspielkurse sind mehr als klassische Theaterkurse. Wir setzen bewusst auf erlebnispädagogische Methoden, um die Kinder und Jugendlichen ganzheitlich zu fördern.
Was bedeutet das konkret?
-
Improvisation als Schlüssel: In improvisierten Szenen gibt es kein Richtig oder Falsch – die Kinder lernen, spontan zu reagieren, mutig Entscheidungen zu treffen und sich kreativ auszuleben.
-
Rollenspiele: Die Kinder schlüpfen in verschiedene Rollen und Situationen, die ihnen helfen, neue Perspektiven zu gewinnen und Empathie zu entwickeln.
-
Kooperative Theaterübungen: Viele unserer Übungen basieren auf Teamwork und fördern die Zusammenarbeit und das Vertrauen untereinander.
-
Ganzheitliche Förderung: Körper, Geist und Emotionen werden gleichermaßen angesprochen.
-
Stärkung der Persönlichkeit: Die Kinder lernen, sich selbst besser einzuschätzen, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und diese einzusetzen.
-
Bewältigung von Herausforderungen: Durch das kreative Spiel wachsen die Kinder über sich hinaus und entwickeln Resilienz
3. Warum ist Erlebnispädagogik für mein Kind wichtig?
Gerade in einer von digitaler Kommunikation geprägten Welt sind echte Erlebnisse und soziale Begegnungen von unschätzbarem Wert. Die erlebnispädagogischen Ansätze in unseren Kursen helfen den Kindern, ihre Stärken zu entdecken, kreative Problemlösungen zu finden und ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern.
4. Ist Erlebnispädagogik nur für bestimmte Altersgruppen geeignet?
Erlebnispädagogik ist für alle Menschen jeden Alters geeignet. Unsere Kurse sind so gestaltet, dass sowohl jüngere Kinder als auch ältere Jugendliche von den erlebnispädagogischen Elementen profitieren. Jede Altersgruppe hat eigene Herausforderungen, die wir gezielt in den Kursen ansprechen.
5. Fördern die Kurse das Selbstvertrauen meines Kindes?
Absolut! Die Arbeit auf der Bühne, das gemeinsame Erleben und die kreative Improvisation helfen den Kindern, ihre Komfortzone zu verlassen, Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen.
6. Sind die Schauspielkurse auch für schüchterne Kinder geeignet?
Alle Menschen- auch schüchterne - profitieren enorm von Schauspielkursen. Durch spielerische Improvisationsübungen und Rollenspiele bauen wir Schritt für Schritt Selbstvertrauen auf und finden die eigene Stimme.
7. Welche Fähigkeiten werden gefördert?
Unsere erlebnispädagogischen Schauspielkurse fördern die Kinder auf mehreren Ebenen:
-
Selbstvertrauen und Mut
In improvisierten Szenen lernen die Kinder, sich selbst zu zeigen und ihre Stimme zu erheben. Sie erfahren, dass Fehler Teil des kreativen Prozesses sind und Mut belohnt wird.
-
Empathie und soziale Kompetenz
Die Zusammenarbeit in der Gruppe schult das Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, auf andere einzugehen. Rollenspiele helfen dabei, unterschiedliche Sichtweisen zu verstehen und Konflikte besser zu lösen.
-
Kreativität und Spontanität
Improvisation und kreative Übungen regen die Fantasie an und helfen den Kindern, neue Ideen zu entwickeln – eine Fähigkeit, die ihnen auch im Alltag nützt.
-
Resilienz und Problemlösungsfähigkeit
Herausforderungen auf der Bühne fördern die Fähigkeit, spielerisch Lösungen zu finden und auch in ungewohnten Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Unser erlebnispädagogischer Ansatz in der Praxis
Beispielübung:
In einer Übung schlüpfen die Kinder in die Rolle von Abenteurer:innen, die gemeinsam ein unbekanntes Land erforschen. Sie entwickeln spontan Dialoge, lösen Konflikte und stellen sich gemeinsam kreativen Herausforderungen.
Was sie daraus lernen:
-
Förderung der Selbstwahrnehmung
-
Gelegenheit sich selbst zu entdecken
-
Zusammenarbeit und Kommunikation
-
Kreative Problemlösung
-
Mut, die eigene Meinung zu äußern und Kompromisse zu finden
-
Kooperation für eine gemeinsame Sache